Die IMAV 2024 (International Micro Aerial Vehicle Conference and Competition) fand Mitte September in Bristol zum übergeordneten Thema „Wildlife Conservation“, also Artenschutz, statt. Dazu gab es verschiedene Wettbewerbsaufgaben, die indoor und outdoor absolviert werden mussten.
Outdoor-Competition
In der Outdoor Competition mussten zunächst Wegpunkte in Form von GPS-Koordinaten so effizient wie möglich abgeflogen und eine Präzisionslandung durchgeführt werden. Im nächsten Teil wurden uns GPS-Koordinaten mitgeteilt, an denen sich Wildtierattrappen befanden, die fotografiert werden mussten. Zuletzt musste eine große Grasfläche abgeflogen und mithilfe einer Kamera kartographiert werden. Die aus den Einzelbildern zusammengefügte Karte enthielt im Gras versteckte Zebraattrappen aus Papier, die wir mithilfe KI-gestützter Objekterkennung lokalisierten. Bei der Ausführung lief bis auf zwei kleine Zwischenfälle beim Landen und Bildermachen alles glatt. Mit unserer Herangehensweise konnten wir uns den 2. Platz sichern.

Indoor-Competition

Bei der Indoor Competition wurde ein Parkour aufgebaut, den die Teams so weit wie möglich und möglichst autonom abfliegen sollten. Es gab Hindernisse zum Durchfliegen, Präzisionslandungen auf einer Säule, den Transport eines kleinen Objekts und an einer Stelle musste ein Foto eines Tieres auf einem Bildschirm gemacht werden. Dabei konnten sich die Drohnen visuell an Farbkonturen und an einer durchgängigen Linie, die den Verlauf des Parcours kennzeichneten, orientieren. Unsere Herangehensweise war teilautonom, was uns bei der Jury großen Respekt einbrachte.
Fluggeräte
Für die Outdoor Competition haben wir zwei bereits vorhandene Copter genutzt, während wir für die Indoor Competition im Sommer einen kleinen Copter neu aufgebaut haben. Der Copter, den wir Outdoor genutzt haben, basiert auf dem X500 Frame von Holybro. Er ist besonders stabil und bietet genug Platz für zusätzliche Komponenten. Das Herzstück des Quadrocopters ist ein Pixhawk Flugcontroller, der die Motoren ansteuert und den Copter sicher in der Luft hält. Für den autonomen Flug setzen wir zusätzlich zum GPS auf eine RTK-Groundstation zur präzisen Positionsbestimmung. Ein Empfänger ermöglicht die manuelle Kontrolle und Notfalleingriffe, während ein Telemetriemodul die Kommunikation mit einer Bodenstation gewährleistet. Auf einem Laptop mit einer Groundstation-Software können autonome Missionen erstellt und gestartet werden. Außerdem zeigt die Software den aktuellen Status des Fluggeräts an, wie zum Beispiel die Position, Akkuspannung, Höhe und viele weitere Informationen. Unterstützt wurde AKAMAV unter anderem durch das Institut für Flugführung, das Institut für Intermodale Transport- und Logistiksysteme der TU Braunschweig sowie durch finanzielle Zuwendungen des Niedersächsischen Forschungszentrums für Luftfahrt, der Fakultät für Maschinenbau, des VDI Braunschweiger Bezirksvereins e.V. und des Braunschweigischen Hochschulbundes e.V..

